Vortrag „Design Thinking in der Automobilindustrie“

Human Machine Interfaces müssen die Bedürfnisse der Kunden befriedigen. Auf diesem Hintergrund erlangt die Methode des „Design-Thinking“ immer größere Bedeutung.
Der Vortrag soll den Prozess solcher HMI-Entwicklungen beschreiben, die verwendeten Methoden und die Anforderungen an das Team. Das Ganze wird erläutert an verschiedenen Beispielen aus dem Automobilbau. Schlussendlich sollen Empfehlungen für die industrielle Produktentwicklung abgeleitet werden.

Dr. Stefan Becker leitet innerhalb eines global operierenden UX/HMI-Teams die HMI-Konzeptentwicklung am europäischen Ford-Standort in Köln. Darüber hinaus unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der Hochschule Ruhr-West Grundlagen der Mensch-Maschine-Kommunikation.

 

 

Vortrag „Hallo Computer, ich bin neu hier: Die Bedeutung von User Onboarding betrachtet nach Aspekten des Positive Computing“

Computerprogramme und technische Systeme weisen heutzutage oft einen
großen Funktionsumfang und eine hohe Komplexität auf. Werden keine
besonderen Maßnahmen getroffen, besteht die Gefahr, dass die
Nutzer*innen von der Software abgeschreckt werden oder diese zumindest
nicht optimal nutzen. Einführungen und Schulungen finden oft nicht
statt.
In dem Vortrag wird in die Themen User Onboarding und Positive
Computing eingeführt. Verschiedene Methoden und Beispiele werden
vorgestellt, die aufzeigen sollen, wie Nutzer*innen mit Ihren
Fähigkeiten nicht nur die Systeme besser nutzen, sondern auch ihre
Kompetenzen ausbauen und ihre Motivation steigern können.

 

Stefan Geisler ist Professor für Angewandte Informatik und Mensch-Maschine-Interaktions an der Hochschule Ruhr West. Er leitet den Studiengang Mensch-Technik-Interaktion und das Forschungsinstitut Positive Computing. In Lehre und angewandter Forschung stellt er den Menschen – zumeist die Nutzer*innen – in den Mittelpunkt der Betrachtung. In Studien- und Forschungsprojekten sowie in Kooperation mit Unternehmen werden die verschiedenen Phasen des Entwicklungsprozesses von der  Anforderungsanalyse, über das Design und die Implementierung bis zur Validierung in seinem Team abgedeckt.

Vortrag „Alle Probleme über Bord – Wie menschliche Bedürfnisse und positive Psychologie für echte Innovationen sorgen.“

Für die Entwicklung nutzerzentrierter Produkte wird heute allerlei Aufwand betrieben. Nutzer werden befragt, beobachtet und durch A/B-Tests gejagt. Probleme werden gesammelt, Wünsche zusammengetragen und aus alledem eine verallgemeinerte Persona erstellt.

Was aber, wenn echte Neuerungen oder ein ganz neues Produkt entstehen sollen, die Menschen helfen und begeistern?

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ Bereits Henry Ford wusste, dass ihm Nutzerbefragungen für Innovationen nicht weiterhelfen. Unsere Arbeit am Forschungsprojekt „Design for Wellbeing“ hat uns gezeigt, dass es weit bessere Inspirationen gibt als Marktforschung, Methoden und Mood Boards. Durch das Wissen um Bedürfnisse, die für alle Menschen von Bedeutung sind und das Betrachten der freudvollen Ausübung von Aktivitäten, haben wir eine ganz neue Denkweise entwickelt.

Die Erweiterung des nutzerzentrierten um das bedürfniszentrierte Design, ist vielmehr Haltung als Methode und führt zurück zum freien, kreativen Denken für die Entwicklung echter Innovationen.

 

Jan Quednau ist Mitgründer und Inhaber der Innovations- und Designagentur ixdp. in Essen. Seit 2013 entwickelt er dort nutzerzentrierte Produkte und Services für Kunden aus Mittelstand, Industrie und Forschung. Als Teil des EU-Förderprojektes „Design for Wellbeing“ ist es sein Ziel dieses neue Denken in alle Bereiche der Entwicklung zu integrieren. Garantiert ohne Stoppuhr und Post-Its. Menschenverstand statt Methode.

Vortrag „Begeisternde User Interfaces – Ein Nutzerzentriertes Vorgehen als Erfolgsgarant“

Die Nutzung von digitalen Anwendungen ist längst schon nichts Neues mehr. Über die Jahre hat sich bei den Nutzern eine Erwartungshaltung entwickelt. Um Nutzer von einem Interface zu begeistern ist es essenziell die Nutzer mit allen Erwartungen zu kennen.
Wie nutzen UX Professionals das Wissen über diese Erwartungen als Werkzeug, um begeisternde Anwendungen zu konzipieren?

Lead User Experience Engineer Valerian Semrau berichtet aus seinem Projektalltag und stellt ein Vorgehen vor, welches dabei hilft den Nutzer konsequent in der gesamten Konzeptionsphase im Fokus zu behalten.

 

Lead UX Engineer Valerian Semrau konzipiert und begleitet seit 2016 für MAXIMAGO die Entwicklung beeindruckender Anwendungen im Unternehmenskontext. Gleichzeitig leitet er das UX-Team mit Schwerpunkt Design. Nach seinem Bachelor-Studium der Computervisualistik und Design (Schwerpunkt Interface Design) arbeitete er als Web Designer für eine Werbeagentur. Heute liegt sein Fokus auf menschzentrierter Software.

Vortrag „Wicked Humans – UX trotz Menschen“

Auf dem Papier steht oft: „UX und nutzerzentrierte Gestaltung müssen ein fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein.“ Ein einheitliches Gesamtbild der Benutzeroberfläche soll so die Nutzer unterstützen, damit die Aufgaben effizient und mit einem guten Gefühl erledigt werden. Klingt gut! Aber wird das auch so gelebt?

Gibt es nicht auch Menschen, die so gar kein Interesse daran haben, sich mit UX zu beschäftigen? Was sind das für Menschen, was sind deren Gründe? Und wie geht man da als UX Designer – der die Nutzerinteressen im Projekt vertritt – mit solchen Situationen um? Und wer ist hier eigentlich der Böse?

Aus ihrer Projekterfahrung berichtet Kathrin Scherlebeck von kleinen und großen Hindernissen – und wie solche Konflikte zu Lösungen werden. Denn am Ende sind sich doch irgendwie alle einig: Wir wollen nicht nur irgendwie fertig werden, sondern auch alle stolz auf ein tolles und erfolgreiches Produkt sein!

 

Kathrin Scherlebeck ist seit 10 Jahren als UX Designerin tätig, seit 2016 bei der RHaug GmbH. Dabei deckt sie je nach Projekt eine große Bandbreite an Tätigkeiten ab: Von der einfachen Konzeption der Benutzeroberflächen als Wireframes bis hin zu interaktiven Prototypen im Zieldesign sorgt sie für ein gemeinsames Verständnis bei Stakeholdern und Entwicklern, hält Vorträge über User Experience und Gamification, und sorgt auch bei ganz komplexen Projekten dafür, dass der Nutzer sich im Endprodukt wiederfindet. Ihr Studium in „Cognitive Science“ bot ihr mit den Schwerpunkten „Informatik“ und „Kognitive Psychologie“ den optimalen Hintergrund für ein gesundes Technik- und Nutzerverständnis.